Ortsverband

Neujahrsempfang 2019 – Bericht im Landsberger Tagblatt

 

Die Echinger Höhenkontrolle beschäftigt auch die CSU
Neujahrsempfang: Jetzt will die Union sogar den Verkehrsminister wegen der Störungen auf der A96 einschalten

Utting – Wie jedes Jahr lud auch heuer der CSU-Ortsverband Utting-Finning zum Neujahrsempfang. Rund 100 Gäste nutzten die Gelegenheit,
mit dem Ortsvorsitzenden Ralf Seiz, Bundestagsabgeordneten Michael Kießling und Landrat ThomasEichinger zurück und in die Zukunft zu blicken. 

Diese drehten sich insbesondere um die Infrastruktur. Infrastrukturprojekte seien praktisch nicht mehr machbar, bemerkte ein Bürger. Das sehe man auch daran, dass eine Umgehungsstraße für Utting für nahezu unmöglich gehalten werde. Für großen Unmut in der Bevölkerung sorgen aber auch die häufigen Staus auf der A96, sehr oft verursacht durch die Höhenkontrolle im Echinger Tunnel. Mehrmals in der Woche käme deshalb der Verkehr zum Erliegen, so ein Bürger, der die Strecke nach München aus beruflichen Gründen regelmäßig zurücklegen muss.
Wie Michael Kießling betonte, wurde die_ Höhenkontrolle schon mehrfach nachgebessert, weitere Arbeiten stünden an. Er selbst sei deshalb mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer im kontinuierlichen Austausch. Zu Zeitverzögerungen käme es, da nur die Polizei nach einer Kontrolle vor Ort den
Tunnel wieder freischalten dürfe.
Im Gespräch sei auch, diese Aufgabe an die Straßenmeisterei zu übertragen, da diese schneller vor Ort sein könne.
Ein Bürger verwies darauf, dass in Utting nicht überall schnelles Internet verfügbar sei und erinnerte daran, dass der Staat einen Versorgungsauftrag habe. Thomas Eichinger merkte dazu an, dass Voraussetzung der Bau von neuen Sendemasten sei, die Bevölkerung dazu jedoch ein ambivalentes Verhältnis habe. „Die Bürger wollen ein schnelles Intemet, fühlen sich aber von Masten gestört und fürchten um ihre Gesundheit.“ 
Beim landkreiseigenen Bad in Greifenberg Nägel mit Köpfen zu machen und dort nicht nur zu sanieren, sondern auch ein Hallenbad zu bauen, schlug ein Zuhörer vor. Eichinger wies darauf hin, dass der jetzige Umfang schon ein Kompromiss sei. „Ein Hallenbad im Kreistag durchzubringen ist aussichtslos. “ 

Wie Ralf Seiz ausführte, hat der Ortsverband knapp 60 Mitglieder.
Neben der Jungen Union gebe es auch eine Seniorenunion und seit 2018 eine Frauenunion mit 16 Mitgliedern. Höhepunkt sei die 1200-Jahr-Feier in Finning gewesen, wo Umweltminister Dr. Marcel Huber vor rund 400 Zuhörern gesprochen habe. 
Für die Junge Union blickte Simon Hafner zurück auf das vergangene Jahr. Beim traditionellen Ramadama hätten sich viele Familien und Neu-Uttinger beteiligt, und große Mengen Müll seien gesammelt worden: „Der Umweltschutz liegt uns Jungen am Herzen.“ Zusammen mit der Seniorenunion wurde eine Digitalveranstaltung abgehalten, die 2020 unter dem Motto „Digitalisierung und Gesundheit“ fortgesetzt werden soll. 

„Wir haben ein gutes Jahr hinter uns“, blickte Landrat Thomas Eichinger zurück. Unter 120000 Einwohnern in 31 Gemeinden läge die Arbeitslosenquote bei nur 2,1 Prozent. Investieren wird der Landkreis unter anderem in die Schulen.
So werden die Beruflichen Schulen um den Bereich Gestaltung erweitert. Ein „Mega-Thema“ sei die Pflege. 2019 soll ein Pflegestützpunkt eingerichtet werden.
Nach dem endgültigen Abzug der Bundeswehr werden mit dem ehemaligen Penzinger Fliegerhorst 270 Hektar frei. Obwohl das Gelände aufgrund von Altlasten als problematisch einzustufen sei, biete es auch Chancen. „Die Lage ist einmalig“, so Eichinger, „rund um München gibt es so etwas nicht oft.“ Jedoch könne Penzing das Thema nicht alleine bewältigen. „Penzing hat zwar ein Vorkaufsrecht, aber nicht das Geld undkann es sich nur für eine juristische Sekunde leisten“. Deshalb habe er einen Zweckverband angeregt, wobei Penzing stets die Entscheidungshoheit behalte. (küb)

Quelle: Landsberger Tagblatt, 22.1.2019

 

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