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17.03.17 12:15 Alter: 2 Jahre

Zu viel Lärm und Feinstaub?

Utting will die Belastungen an der Ortsdurchfahrt messen beziehungsweise errechnen lassen. Nur wenn Grenzwerte überschritten sind, bestehen Chancen auf Verbesserung. Von Stephanie Millonig

 

Der Verkehr rollt auf der Staatsstraße 2055 mitten durch Utting und lässt vor allem die Anwohner leiden. Die Gemeinde unternimmt jetzt erneut einen Anlauf, Verbesserungen erwirken zu können – angespornt durch den Bürgerantrag „Der Verkehr macht uns krank“, der in der jüngsten Sitzung behandelt wurde. 217 Bürger machen in dem Antrag auf die Situation an der Schondorfer und Dießener Straße aufmerksam. Der Verkehr habe sich seit 1985 verdreifacht, heißt es darin. Verwiesen wird auf die damit verbundene Gesundheitsbelastung durch Lärm, Feinstaub und Stickoxide sowie auch auf das Problem, dass Kinder auf dem Weg zu Schule oder Sporthalle die Staatsstraße kreuzen müssen.

Kritisiert wird, das nichts passiere und Bürgermeister Josef Lutzenberger immer darauf verweise, dass die Gemeinde nicht zuständig sei, sondern das Staatliche Bauamt in Weilheim. Die Antragsteller fordern auch eine Arbeitsgruppe „Verkehrskonzept Ortsdurchfahrt“.

Auch in der Gemeinderatssitzung macht Lutzenberger deutlich, dass die Gemeinde an der Staatsstraße kein Tempo-30-Limit durchsetzen könne. Nachgefragt habe er wegen eines lärmmindernden Asphalts. Dieser werde erst aufgebracht, „wenn die Ortsdurchfahrt reguliert wird“, so die Information aus dem Staatlichen Bauamt. Demnächst werde die Reihung der Baumaßnahmen an Ortsdurchfahrten bekannt gegeben, die Zuständigen in Weilheim machten Lutzenberger aber wenig Hoffnung: „Es gibt schlechtere Straßen ...“

Zum Verkehr durch die Westufer-Gemeinden gibt es eine Untersuchung von 2007, die für den nördlichen Ortseingang von Utting 10800 Fahrzeuge täglich gezählt hat. Lutzenberger ließ mit einem kleinen Radargerät jetzt vom 16. Januar bis 6. Februar die Verkehrsmenge aufzeichnen. Der höchste Wert lag hier bei 9700 Fahrzeugen. Die durchschnittliche Geschwindigkeit lag bei 60,8 Stundenkilometer (km/h), 85 Prozent der Verkehrsteilnehmer fuhren maximal 73 km/h und weniger. Ein Raser war mit Tempo 141 unterwegs.

Lutzenberger berichtete, dass anlässlich des Antrags lange im Bauausschuss diskutiert worden sei, und er hob den Sachverstand von Ralf Stief (CSU/Bürgerblock) hervor, der sich als Bauingenieur für die Oberste Baubehörde mit grundsätzlichem technischen Umweltschutz an Straßen beschäftigt hat. Und danach habe die Gemeinde keine Handhabe, solange nicht eine unzulässige Stickoxid- und Feinstaubbelastung nachweisen könne. „Wir brauchen was, um die zuständigen Stellen zu bewegen.“ Basis für Lärmberechnungen seien die alle fünf Jahre stattfindenden Verkehrserhebungen, doch die Zahlen von 2015 seien noch nicht veröffentlicht. Stief geht davon aus, dass mittlerweilen von Norden her sicherlich an die 12000 Fahrzeuge auf die Gemeinde zurollen. „Es dürfte wenig Staatsstraßen mit so einer Verkehrsbelastung geben.“ Die Anwohner hätten jede Unterstützung verdient. An die 20 Wohnhäuser stünden innerhalb einer Distanz von maximal zehn Metern zum Fahrbahnrand und dort gebe es sicherlich Überschreitungen der Lärmwerte von 69 Dezibel am Tag und 59 in der Nacht.

Helmut Schiller (SPD) wies auf die Diskrepanz zwischen den im Bürgerantrag genannten 13000 und den von Lutzenberger anfangs genannten Zahlen von maximal 9700 Fahrzeugen hin. Angeführt wurde, dass Januar und Februar nicht zu den verkehrsreichsten Monaten zählten. Außerdem ist es laut Meinung mehrerer Redner unerheblich, ob es sich nun um 10000 oder 12000 Fahrzeug handelt, es gehe um die generelle Belastung.

Die Gemeinde will nun auf das Landesamt für Umwelt zugehen, um eine Messung der Feinstaub- und Stickoxidwerte zu bekommen. Auf die Lärmberechnung wird noch zu warten sein, denn ihr muss die DTV, die durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke, zugrunde liegen.

Ein Arbeitskreis wird vorerst nicht gegründet. Sobald konkrete Zahlen vorliegen, wird gewissermaßen kurzfristig eine Arbeitsgruppe gebildet: Eine Stunde vor der Gemeinderatssitzung, in der die Zahlen veröffentlich werden, sind die Antragsteller eingeladen, um darüber zu diskutieren. Mit dieser Vorgehensweise waren diese auch einverstanden.

Die Ortsdurchfahrt war auch Thema zweier weiterer Anträge. Gefordert wurde eine Querungshilfe in der Dießener Straße, um den Weg für Kinder zur Sporthalle sicherer zu machen. Durch die Wiedereröffnung des Supermarktes habe sich in Höhe der Auraystraße die Situation verschärft. Die Gemeinde will das Anliegen ans Staatliche Bauamt weiterleiten und ein Gemeinderatsbeschluss soll dem auch noch Nachdruck verleihen. Sollte eine Zählampel aufgestellt werden, dann müsse diese auch genutzt werden, hieß es.

Die Verkehrsinsel an der Leonhardikirche sorgt offensichtlich bei manchem Autofahrer, der aus Norden kommt, für Verwirrung. Ein Bürger schrieb deswegen an die Gemeinde und berichtete von einem Pkw-Lenker, der die Insel sogar überfuhr. Die Gemeinde will nun einen Mittelstrich anbringen lassen, damit sich der Straßenverlauf besser erkennen lässt.

Quelle: Landsberger Tagblatt, 17.3.2017

http://www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/Zu-viel-Laerm-und-Feinstaub-id40904881.html

 

Anmerkung: Endlich bewegt sich etwas, denn mit den üblichen, bequemen Verweisen auf die Nicht-Zuständigkeit der Gemeinde wird, wie in so vielen Fällen, nichts erreicht.
Hier hilft nur Druck von Seiten der Gemeinde.
 

Und dass die politisch motivierte, gegen die Stimmen der CSU/Bürgerliste durchgesetzte Verkehrsinsel an der Leonhardikirche ein Unsinn ist haben wir bereits vor deren Errichtung klargestellt, Öffnet externen Link in neuem Fensterhier der Link zum damaligen Artikel...

 

 



Mittwoch 20. Januar 2016
Show oder Wendepunkt? (Bericht des Kreisboten zur GR Sitzung vom 14.1.2016)

 

 

 

Die Stimmung war vorgegeben: Mit einem klaren „Nein“ verfolgten rund 300 Uttinger die Gemeinderatssitzung im BVS Bildungszentrum Holzhausen zum Thema Polizeibootshaus. © RoettigUtting – War das ganze nur eine Show seitens...


Montag 18. Januar 2016
Bericht zum Neujahrsempfang 2016 der CSU/Bürgerliste Utting im Landsberger Tagblatt

CSU/Bürgerliste bleibt bei Ortsmitte dran

 

Landtagsabgeordneter Dr. Thomas Goppel, Landrat Thomas Eichinger und Abgeordneter Alex Dorow als Festredner. Von Romi Löbhard


Sonntag 17. Januar 2016
Neujahrsempfang der CSU-Bürgerliste Utting/Finning am 17.1.2016

 

 

Wir möchten Sie, Ihre Familie, Freunde und Bekannte recht herzlich zum Neujahrsempfang der CSU/Bürgerliste Utting/Finning am Sonntag, den 17. Januar 2016 um 10:30 Uhr in das Casino des Augsburger Seglerclubs in Utting,...


Freitag 15. Januar 2016
Antrag der CSU-Buergerliste zum Bootshaus in Utting

Unseren vollständigen Antrag finden sie hier.

 

Auf einstimmige Annahme im Gemeinderat und Begeisterung bei den Bürgern aus Holzhausen und Utting, insbesondere beim Verein "Unser Dorf", stiess der Antrag von Karl...


Freitag 15. Januar 2016
Utting widerspricht - Bericht aus dem LT

Die CSU/Bürgerliste Utting hat in einem Antrag inhaltliche Bedenken gegen den Bau eines Bootshauses am Holzhauser Dampfersteg formuliert und der Uttinger Gemeinderat stimmte dem Antrag einhellig zu.


Freitag 15. Januar 2016
Utting stimmt gegen Polizeibootshaus - Bericht der SZ

Stellungnahme der Gemeinde ist jedoch rechtlich wirkungslos. 300 Zuhörer verfolgen die Sitzung in Holzhausen, Von Armin Greune, Utting


Donnerstag 14. Januar 2016
Grosse Begeisterung für den Antrag der CSU/Bürgerliste gegen Polizeibootshaus in Holzhausen

Auf einstimmige Annahme im Gemeinderat und Begeisterung bei den Bürgern aus Holzhausen und Utting, insbesondere beim Verein "Unser Dorf", stiess der Antrag von Karl Sauter (CSU-Bürgerliste) zur Ablehnung des Polizeibootshauses in...


Mittwoch 13. Januar 2016
Widerstand hält an - Bericht im Kreisboten

Vehement gegen das Bootshaus

 

Utting – Da verstehen die Uttinger keinen Spaß, wenn es um den ungetrübten Blick auf ihren geliebten Ammersee geht. So wurde lange und (vorerst) vergeblich gegen das „Strandbad-Monster“ gekämpft,...


Dienstag 08. Dezember 2015
Die CSU "am Zug": MdL Alex Dorow verteilt Fahrpläne und spricht mit Uttinger Pendlern

 

In Utting "am Zug": Gemeinderat Karl Sauter, Landtagsabgeordneter Alex Dorow und die CSU-Ortsvorsitzenden Michael Vierheilig und Ralph Seiz bei der Verteilung der Winterfahrpläne in Utting. Viele Pendler freuten sich...


Freitag 04. Dezember 2015
Kein Plan für Ortszentrum? - Landsberg zeigt uns wie es geht .....

Die Uttinger Grünen erzählen uns, dass man unser Ortszentrum nicht sinnvoll überplanen kann. Unsere Kreisstadt Landsberg macht es vor. Gott sei Dank haben die in Landsberg einen CSU-Oberbürgermeister ...

Ein interessanter...


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